Liebes Tagebuch,
endlich ist es wieder so weit! Die Koffer sind gepackt, die Ferien haben begonnen und ein neues Abenteuer wartet darauf, geschrieben zu werden. Für 51 Kinder startete heute eine Woche voller Überraschungen, neuer Freundschaften und hoffentlich unvergesslicher Momente. Bereits um 09.40 Uhr trafen sich alle am Berliner Ostbahnhof. Zwischen großen Koffern, aufgeregten Gesichtern und den letzten Umarmungen der Eltern lag schon ein kleiner Hauch Ferienlagermagie in der Luft. Während einige Kinder bekannte Gesichter entdeckten, standen andere noch etwas schüchtern zwischen all den neuen Menschen. Doch wer weiß schon, ob aus einem fremden Gesicht nicht bald ein richtig guter Freund wird?
Nach der Anreise hieß es erst einmal: Kennenlernen! Die Betreuer hatten verschiedene Kennenlernspiele vorbereitet, um das Eis zu brechen. Es wurden Antworten gesucht, gelacht, erzählt und fleißig versucht, sich die vielen neuen Namen einzuprägen. Gar nicht so einfach bei 51 Kindern (weder für Kind noch für Betreuenden ). Doch mit jedem Spiel verschwand ein Stück der anfänglichen Aufregung und aus vielen einzelnen Kindern wurde langsam eine große Gemeinschaft. Nach so vielen neuen Eindrücken meldete sich schließlich auch der Hunger. Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Tomatensoße. Basti und Kathi hatten eine wahre Geschmacksexplosion geschaffen.
Im Anschluss stand eine besonders wichtige Entscheidung bevor: die Bezugsbetreuerwahl! Jedes Kind durfte sich einen Betreuer aussuchen, der in den kommenden Tagen ein offenes Ohr für Sorgen, Wünsche und natürlich auch die vielen kleinen Geschichten des Ferienlageralltags haben wird. Nachdem alle ihren Platz gefunden hatten, ging es endlich zum heiß ersehnten Zimmerbezug. Die Koffer wurden durch die Häuser getragen, Betten bezogen und die neuen vier Wände neugierig begutachtet. Wer schläft oben? Wer bekommt welches Bett? Und wo versteckt man eigentlich am besten seine Süßigkeiten? Schnell verwandelten sich die noch fremden Zimmer in ein kleines Zuhause auf Zeit. Ein Ort, an dem in den nächsten Tagen sicherlich noch viel gelacht, geflüstert und erzählt werden wird.
Nun war es Zeit für etwas Freizeit. Endlich konnten die Kinder das Gelände erkunden, miteinander quatschen und die ersten gemeinsamen Erinnerungen sammeln. Hier und da hörte man fröhliches Gelächter und sah kleine Grüppchen, die sich bereits gefunden hatten. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell aus Fremden Freunde werden können. Manchmal braucht es dafür eben nicht mehr als ein gemeinsames Lachen. Zack, war auch schon der Abend angebrochen und alle versammelten sich zum gemeinsamen Abendbrot. Die ersten Stunden im Ferienlager waren wie im Flug vergangen. Doch ein kleiner Programmpunkt wartete noch auf die Kinder.
In der anschließenden Bezugsbetreuerzeit kamen alle noch einmal in ihren Gruppen zusammen. Es wurde erzählt, sich ausgetauscht und über die bevorstehenden Tage gesprochen. Schließlich soll sich jeder in dieser kleinen Ferienlagerwelt wohlfühlen. Vielleicht wurden hier schon die ersten Pläne geschmiedet, Geheimnisse geteilt oder neue Freundschaften besiegelt. Gegen 22 Uhr hieß es dann schließlich: Nachtruhe! Die Lichter gingen aus und langsam kehrte Ruhe in die Häuser ein. Ob wirklich alle sofort eingeschlafen sind oder noch das ein oder andere Flüstern durch die Zimmer huschte? Das bleibt wohl ein kleines Ferienlagergeheimnis.
Und so ging der erste Tag zu Ende. Ein Tag voller neuer Gesichter, erster Begegnungen und kleiner besonderer Momente. Noch wissen die 51 Kinder nicht, welche Abenteuer in den kommenden Tagen auf sie warten, welche Freundschaften entstehen und welche Geschichten sie später zu Hause erzählen werden. Doch genau das macht ein Ferienlager so besonders. Man kommt mit einem Koffer voller Sachen an und fährt am Ende mit einem Herzen voller Erinnerungen wieder nach Hause.
Die ersten Seiten unserer Ferienlagergeschichte sind geschrieben. Und irgendwie liegt das Gefühl in der Luft, dass diese Woche einen ganz besonderen Glimmer haben könnte …
