Heute nach einem wundervollen Frühstück stand als erster Punkt die erste Kanutour auf dem Tagesplan. Ein paar Theoriestunden später, konnte auch endlich die Besetzung der Boote erfolgen und eine Hälfte der Gruppe durfte in See stechen. Die Route ging von unserer Badebucht aus Richtung einer nahegelegenen Insel, diese wurde einmal umrundet und dann ging es wieder zurück. Währenddessen konnte die andere Hälfte der Gruppe baden. Als die erste Gruppe zurückkehrte, wurde getauscht und die zweite Gruppe durfte Paddeln und die erste ging baden.
Nach dem Mittag wollten einige Kinder nochmal baden gehen, allerdings ließ das eine Regenfront nicht zu und so musste der Regen abgewartet werden. Mithilfe von Spielen wie z.B. Werwolf kam aber keine Langeweile auf.
Die Runde Werwolf war beendet und der Regen hörte auch auf, sogar die Sonne bahnte sich einen Weg durch die Wolken. Also zogen sich viele Kinder die Badesachen an und verbrachten einige Minuten im See.
Es nahte aber eine weitere Regenfront und so wurde das Baden rechtzeitig beendet und alle brachen Richtung Zeltplatz auf und zogen sich trockene Kleidung an...
Die nachfolgenden Eindrücke klingen schlimmer als sie eigentlich waren. Wichtig ist, dass allen Beteiligten nichts passiert ist und niemand zu keiner Zeit in Gefahr war.
...Der Kiosk hatte gerade geöffnet, da zog die zuletzt genannte Regenfront über unseren Zeltplatz. Die Wolken waren so sehr mit Wasser gefüllt, dass sie schon gar nicht mehr grau waren, sondern fast schon schwarz. Jeder wusste, dass es gleich regnen würde. Also begannen alle ihre Sachen in die Zelte zu räumen und selbige so gut es ging zu zu machen. Anschließend versammelten sich alle Kinder unter dem Versammlungszelt, kurz danach zog heftiger Wind über den ganzen Platz und der Regen setzte ein. Erst ein bisschen, dann etwas mehr und noch etwas mehr. Blitze waren zu sehen und Donner war zu hören. Der Regen war schon fast wie eine Sintflut und peitschte auf die Wiese und die Zelte. Das Gewitter hatte schon Hollywood Charakter. Aber es kam noch eine Schippe oben drauf. Der Wind, der den Regen einleitete hörte nicht auf und wurde immer heftiger. So heftig, dass einmal das Küchenzelt davon flog und auch das Versammlungszelt, unter dem sich alle untergestellt hatten, vom Wind angegriffen wurde, obwohl es sogar mit Spanngurten befestigt war. Einige Betreuer gingen in den Regen raus, um Gewichte an die Beine des Zeltes zu binden, doch es half alles nichts. Das Versammlungszelt drohte ebenfalls stiften zu gehen. Also blieb nichts anderes mehr übrig, als zu evakuieren. Auf ein Kommando rannten alle Kinder in die Sanitärhäuser, um dort das Gewitter abzuwarten.
Kurz nachdem das Versammlungszelt aufgegeben wurde und alle Kinder sicher und heil in den Sanitärhäusern waren, riss dieses tatsächlich aus den Verankerungen und flog davon.
Alle Kinder und Betreuer waren also in den Sanitärhäusern und waren sprachlos, was da draußen abging. Einige Kinder mussten getröstet werden, andere haben versucht die Situation mit Humor zu nehmen. Es wurden Lieder gesungen, um die Stimmung wieder etwas anzuheben und als das Gewitter endlich vorbeigezogen war, gingen, bis auf zwei Betreuer, die bei den Kindern blieben, alle anderen Betreuer nach draußen, um sich ein Bild von der Verwüstung zu machen. Das Versammlungszelt kippte einmal komplett zur Seite um und zerquetschte das Küchenzelt. Außerdem stürzten noch drei Zelte ein.
Sofort machten sich die Betreuer an die Arbeit das Gröbste aufzuräumen, während die zwei zurückgebliebenen Betreuer sich um die Kinder kümmerten. Als das Gröbste aufgeräumt war, durften auch die Kinder raus kommen und zu ihren Zelten gehen. Es wurden die Koffer, Isomatten und Schlafsäcke geborgen und nasser von trockener Kleidung getrennt. Die eingestürzten Zelte konnten durch neue ersetzt werden und auch das Versammlungszelt konnte ab- und wiederaufgebaut werden.
Jeder packte mit an und so konnte die Verwüstung relativ rasch behoben werden.
Nachdem die Aufräumarbeiten beendet waren, gab es zur Stärkung, als Abendessen dann für alle Hot Dogs und warmen Tee.
Am Ende konnten alle Kinder wieder in ihre Zelte zurückkehren und sich vom anstrengenden Tag erholen.
Gute Nacht.