Nach den aufregenden Erlebnissen der letzten Tage konnten wir alle heute mal ausschlafen. Sobald wir mit dem Frühstück fertig waren, konnten die Kinder bei den Workshops der Betreuer mitmachen. Besonders großen Anklang fanden das Survival-Training mit einfachen Überlebenstricks wie einer Thunfischkonservenkerze und einem Täuschen-und-tarnen-Versteckspiel, die Paddeltour mit Seemannrettungsübungen und Kentersimulationen, sowie das Malen von Henna-Tattoos ob freihändig oder mit Schablone. Doch auch beim YouTube-Videodreh, T-Shirt-Bemalen, Theaterimprovisationskurs oder Hip-Hop-Tanzen hatten wir viel Spaß. Im Anschluss gab es eine Schlemmerpause mit Milchreis und Früchtchen. Um das schöne Wetter auszunutzen, ging es dann nochmal an den Strand. Einige gingen baden, während andere das Spiel "Capture the Flag" oder zu deutsch "Erobere die Flagge" spielten. Dabei teilten sich die Kinder in zwei Teams auf. Jedes Team hatte in seiner Basis eine Flagge, die das gegnerische Team erobern und zu seiner eigenen Basis befördern musste. Hierbei konnte man allerdings von seinen Gegnern am Rücken abgeschlagen werden, woraufhin man sich hinsetzen musste, bis der Sanitäter kam, um den Sitzenden wieder ins Spiel zu bringen. Wir spielten mehrere Runden, sodass die Kinder Zeit hatten, sich Strategien auszudenken, um das gegnerische Team zu besiegen. Als die Sonne langsam unterging, liefen wir ins Lager zurück, wo wir grillten und eine kleine Party mit cooler Musik und Neonlichtern feierten. Doch gegen 23 Uhr wurde es gruselig: Bis auf die vier, die im Lager blieben, waren alle Betreuer verschwunden. In kleinen Gruppen erfuhren die Kinder durch unsere Nachrichtenvideos, dass sich im Land ein Virus ausgebreitet hatte, der die Menschen zu willenlosen Zombies machte. Sogar den Nachrichtensprecher erwischte es am Ende des Videos. Die einzige Möglichkeit, diese Seuche zu stoppen, bestand darin, dass sich die Kinder in den Wald begaben, um dort den Professor zu suchen, der an der Erforschung eines Gegenmittels arbeitete. So zogen sie also zu viert oder fünft los, bewaffnet mit einer Taschenlampe, um die lichtscheuen Zombies, die sich auf ihrem Weg im Wald versteckten, auf Distanz zu halten. Ausgerechnet die verschwundenen Betreuer waren betroffen. Doch vom Professor bekamen die Kinder die Aufgabe, Gegenstände zu besorgen, die er brauchte, um die Zombies zu bekämpfen. Leider wusste der schusselige Professor nicht mehr, wo er diese Gegenstände liegen gelassen hatte, weshalb die Kinder erst noch seinen Assistenten am anderen Ende des Waldstückes auffinden mussten, der sich die Positionen gemerkt hatte. Nachdem alle sechs Gegenstände erfolgreich beim Professor abgeliefert worden waren und die Kinder sich zurück zum Camp begeben hatten, hatten der Professor und sein Assistent die Zombies eingefangen und zum Lager gebracht, wo sie angebunden wurden. Während die Infizierten im Hintergrund brüllten und versuchten, sich loszureißen, mischte der Professor vor den Augen der Kinder das Medikament zusammen. Die Kinder verabreichten den Zombies die eben hergestellten Pillen und langsam kamen sie wieder zu sich und wurden zu den altbekannten Betreuern. Damit war das Abenteuer gemeistert und da es schon sehr spät war, gingen alle erschöpft zurück ins Zelt und legten sich schlafen. Was für ein ereignisreicher Tag.